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Private Equity: Es muss nicht immer die Großtransaktion sein!   22.01.20

 

Viele Private Equity-Gesellschaften setzen auf nicht-börsennotierte Unternehmen und erwerben Mehrheitsbeteiligungen, um durch gezielte Eingriffe ins Management die Ergebnisse zu optimieren. Diese Transaktionen lassen sie sich etwas kosten.

Die Nachrichten über große Private-Equity-Transaktionen reißen nicht ab. So hat sich die Londoner Börse kürzlich den Datendienstleister Refinitiv einverleibt. Kaufpreis: 27 Milliarden US-Dollar. Noch deutlich mehr, nämlich 99 Milliarden Dollar, hat sich der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb die Übernahme des Wettbewerbers Celgene kosten lassen. Und der Zahlungsdienstleister Global Payments hat für 21,5 Milliarden Dollar den Konkurrenten Tsys geschluckt.

Auch in Deutschland gab es zuletzt einige interessante Deals, wenn auch nicht ganz in dieser Größenordnung: Die Wiesbadener Softwarefirma P&I wurde für zwei Milliarden Euro an den Investor Hg Capital verkauft und der Industriedienstleister Currenta ging für 3,5 Milliarden Euro an die Investmentbank Macquarie. Und KKR als eine der größten Beteiligungsgesellschaften der Welt vergangenes Jahr ist beim deutschen Medienunternehmen Springer eingestiegen. Die Enkel des Verlegers Axel Springer haben 3,7 Prozent der Firmenanteile an KKR verkauft. Das alles sind nur einige Beispiele von vielen.

Wettbewerb um den deutschen Mittelstand ist ungebrochen

Dabei sind diese Großtransaktionen gar nicht der Fokus vieler Gesellschaften. Denn oftmals spielt sich Private Equity bei Mittelständlern ab, wie beispielsweise die Beratungsgesellschaft Rödl & Partner herausstellt. Die für die Studie „Deutsche Beteiligungsbranche 2018“ befragten Beteiligungsgesellschaften investieren überwiegend in mittelständische Unternehmen mit einem Transaktionsvolumen von bis zu 50 Millionen Euro.

Der Wettbewerb um die Filetstücke des deutschen Mittelstandes ist intensiv. Sowohl Finanzinvestoren als auch strategische Investoren aus dem In- und Ausland finden in Deutschland ein attraktives Investitionsumfeld. Zumal sie bei den potenziellen Übernahmeobjekten durchaus auf Gegenliebe stoßen: „Die Bereitschaft inhabergeführter Unternehmen, Private Equity-Investoren aufzunehmen, hat sich über die Jahre immer weiter erhöht. Dazu beigetragen haben auch viele positive Unternehmenstransaktionen der Beteiligungsbranche in der Vergangenheit, die den Mehrwert eines solchen Finanzierungspartners verdeutlicht haben“, heißt es bei Rödl & Partner.

Zahlreiche Beispiel können dies verdeutlichen. Douglas, Schustermann und Borenstein, Grohe, Rossmann, Rodenstock, Blau.de, Homann Feinkost, Maredo, Runners Point, Fielmann oder auch Leica: Viele bekannte Namen aus dem deutschen Top-Mittelstand haben oder hatten Private-Equity-Investoren im Boot.

 

Private Equity-Manager wollen das Wachstum in den Unternehmen ankurbeln

Aber warum ist das so? Aus welchem Grund sind nicht-gelistete Unternehmen für Private Equity-Gesellschaften besonders interessant? „Die Häuser erwerben Mehrheitsbeteiligungen an den Zielunternehmen und wollen über ihren Einfluss auf der Gesellschafterebene Mehrwerte generieren“, erklärt Moritz von Rhein, der beim digitalen Vermögensverwalter LIQID den Bereich Private Equity verantwortet. Mit ihrer Expertise könnten Private Equity-Manager das Wachstum in den Unternehmen ankurbeln und neue Ertragspotenziale heben. „Mit Eingriffen in das operative Geschäft versuchen sie, den Unternehmenswert zu erhöhen“, so von Rhein.

LIQID ist einer von ganz wenigen Anbietern, der für vergleichsweise kleines Geld den Einstieg in Private Equity ermöglicht: Ab 200.000 Euro bietet LIQID auch Privatkunden Investments in Private Equity-Fonds an. Kunden müssen dabei nicht alles auf eine Karte setzen. Ihr Geld wird in acht bis 15 Zielfonds investiert, die wiederum selbst in insgesamt mehr als 150 Unternehmen engagiert sind. Das eröffnet Anlegern breit gestreute Investmentpotenziale.

 

Familienunternehmer interessieren sich immer mehr für Private-Equity-Gesellschaften

Ein weiteres Argument für die Engagements in nicht-börsennotierten Unternehmen, die ja häufig mit dem (international tätigen) Mittelstand gleichzusetzen sind: Die Investments sind äußerst lukrativ: Zehn, 15 oder sogar 20 Prozent Rendite sind keine Seltenheit. Die Rendite kommt aber durch den späteren Weiterverkauf der Unternehmen zustande – entweder an einen anderen Investor oder durch den Gang an die Börse.

Familienunternehmer wissen um den Mehrwert, den Private Equity-Gesellschaften generieren können: „Lange Zeit mieden Familienunternehmen Finanzinvestoren wie der Teufel das Weihwasser. Doch Zeiten ändern sich: In den vergangenen Jahren hat sie ihren Ruf merklich aufgebessert und sich als wertschöpfender aktiver Gesellschafter und operativer Partner auf Augenhöhe auf dem Markt etabliert“, heißt es in der PwC-Studie „Private Equity in Familienunternehmen: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?“ vom Herbst 2019.

Knapp drei Viertel der Befragten der Studie sind sich sicher, dass Private-Equity-Investoren dank ihres Know-how Unternehmen operativ verbessern und ihre Gesamtleistung erhöhen. Zudem sind 61 Prozent der Entscheider der Meinung, dass Finanzinvestoren nicht nur den kurzen, sondern den nachhaltigen Unternehmenserfolg anstreben. „Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die Manager der von uns investierten Private-Equity-Fonds weiterhin sehr interessante Übernahmeziele finden und nachhaltige Renditen erwirtschaften können“, betont auch Moritz von Rhein.

Quelle: Patrick Peters Wirtschaft & Unternehmen 22.01.2020

 

 

McKinsey errechnet Schreckensszenario durch Erderwärmung     16.01.20

 

 Wissenschaftler aus mehreren Ländern schlagen Alarm. Die Weltmeere waren 2019 so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem beschleunige sich die Erwärmung der Ozeane durch den Klimawandel zusätzlich.

 Die Unternehmensberatung McKinsey hat die Auswirkungen der Erderwärmung auf die globale Wirtschaft untersucht. Die Auswirkungen des Klimawandels werden laut McKinsey einen erheblichen Einfluss auf die globale Wirtschaft haben

 

Ernteausfälle, weniger Fischfang, geringere Immobilienpreise. Der Unternehmensberater McKinsey hat einen Blick auf die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen der Erderwärmung geworfen - mit einem alarmierenden Ergebnis.

 

Das McKinsey Global Institute hat die sozioökonomischen Folgen des Klimawandels für 105 Staaten analysiert. Die Studie beleuchtet den Zeitraum der nächsten 30 Jahre. In dem Bericht warnen die Unternehmensberater von McKinsey vor den heftigen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Zuerst hatte der „Spiegel“ über die Studie berichtet.

 

Deutschland sei laut des Berichts in geringerem Ausmaß vom Klimawandel betroffen als viele andere Regionen. Durch die Stellung als Exportnation sei Deutschland vor allem auf funktionierende Lieferketten angewiesen - durch Wetterextreme könne in Zukunft zum Beispiel allenfalls die Versorgung mit Halbleitern oder seltenen Erden gefährdet sein.

 

McKinsey ging in den Berechnungen von einem Szenario aus, in dem die Emissionen weltweit weiter steigen und keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Ein Beispiel für die gravierenden zukünftigen Folgen der Erderwärmung sei laut des Berichts Indien. Dort würde etwa die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes unter freiem Himmel erwirtschaftet. Da diese Arbeit durch steigende Hitze und Luftfeuchtigkeit immer unerträglicher werde, gehen die Experten von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um bis zu 4,5 Prozent aus.

 

Umsatzeinbußen von bis zu sechs Billionen Dollar pro Jahr

 

Doch auch global sei das eingeschränkte Arbeitspensum unter freiem Himmel ein großes Problem. Die Ausfälle, die dadurch entstünden, würden sich von aktuell 10 Prozent auf bis zu 20 Prozent im Jahr 2050 verdoppeln. Zudem würden laut der Berechnungen in 30 Jahren bis zu 1,2 Milliarden Menschen in Regionen leben, die von tödlichen Hitzewellen bedroht sind. In Landwirtschaft, Bergbau und Bauindustrie seien durch diese Extrembedingungen Umsatzeinbußen von bis zu sechs Billionen Dollar pro Jahr zu erwarten.

 

Auch andere Sektoren und Auswirkungen werden in dem McKinsey-Bericht untersucht. So könne der Wert von Immobilien im US-Bundesstaat Florida durch drohende Wirbelstürme und Flutwellen um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Der Fischfang würde sich durch die Erwärmung der Ozeane bis zum Jahr 2050 um acht Prozent verringern - und die Lebensgrundlage von bis zu 800 Millionen Menschen gefährden.

 

Einige Bereiche und Regionen könnten im Gegensatz dazu sogar von der Erderwärmung profitieren. Anbieter von Klimaanlagen dürften sich laut des Berichts über eine größere Nachfrage freuen. Zudem würden in Russland, Kanada und in Teilen Nordeuropas die landwirtschaftlichen Erträge steigen.

 

 

Quelle: Die Welt

 

 

Mehr große Deals in 2019: Deutsche Start-Ups sammeln Rekordsumme von 6,2 Milliarden Euro ein                                          14.01.2020

 

Allein der Fernbusbetreiber Flixmobility soll im vergangenen Jahr 500 Millionen Euro frisches Kapital bei Investoren eingesammelt haben

Junge Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 6,2 Milliarden Euro frisches Geld von Investoren eingesammelt. Das sind 36 Prozent mehr als 2018 und so viel wie nie zuvor. Die Zahl der Finanzierungsrunden kletterte mit 10 Prozent deutlich moderater auf 704. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten "Start-up-Barometer Deutschland" der Unternehmensberater von EY hervor, das manger magazin vorliegt.

Kapital ist für junge Unternehmen existenziell. Denn zumeist schreiben sie noch keine Gewinne, benötigen aber Geld, um zu wachsen und ihrer Geschäftsidee zum Erfolg zu verhelfen. Das Problem: Die großen Summen in Deutschland investieren zumeist ausländische Kapitalgeber. Das Geld und das damit mögliche Wachstum sind zudem regional extrem ungleich verteilt.

Berlin - und dann lange nichts

Das meiste Geld strichen im vergangenen Jahr einmal mehr  Startups  in Berlin ein - nämlich 3,7 Milliarden Euro in 262 Finanzierungsrunden, ein Plus von 42 Prozent. Fast drei von fünf hierzulande in junge Firmen investierte Euros flossen damit in Start-ups in der Hauptstadt.

Die Dominanz Berlins ist bemerkenswert, denn vielleicht mit Ausnahme von Bayern (plus 93 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro) kommt dann lange nichts, liegen andere Regionen und Städte weit abgeschlagen.

Im größten Bundesland NRW etwa kletterten die Investitionen um überschaubare 10 Prozent auf 268 Millionen Euro. In Baden-Württemberg konnte sich das Investitionsvolumen zwar verdreifachen, blieb mit 209 Millionen Euro aber ebenfalls weit hinter Berlin und Bayern. Weniger Geld sammelten im vergangenen Jahr junge Unternehmen in Hamburg (minus 54 Prozent auf 254 Millionen Euro) und Hessen (minus 44 Prozent auf 73 Millionen Euro) ein.

Mobilitätsanbieter sammelten das meiste Geld ein

Für das starke Plus in Bayern sorgte vor allem der Mobilitätsanbieter Flixmobility. Der Flixbus-Betreiber soll laut Medienberichten in einer Finanzierungsrunde 500 Millionen Euro eingesammelt haben - die größte je an ein deutsches Start-up geflossene Summe. Das Berliner Reise-Start-up GetYourGuide kann auf eine 428-Millionen-Euro-Finanzierung in 2019 zurückblicken. Die Berliner Gebrauchtwagenplattform Frontier Car Group spielte 361 Millionen ein.

"Der Finanzierungsboom hält unvermindert an", stellt EY-Deutschland-Chef Hubert Barth fest und räumt zugleich ein: "Erneut sorgten vor allem einige sehr große Deals vornehmlich ausländischer Geldgeber für den Investitionsrekord." Immerhin hat sich die Anzahl der größeren Deals mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 13 etwas mehr als verdoppelt.

Bei größeren und vor allem ganz großen Deals kommen die Geldgeber ganz überwiegend aus dem Ausland. "Hierzulande gibt es kaum Adressen, die Finanzierungen über 50 Millionen Euro anbieten", sagt Peter Barkow, Gründer des Analysehauses Barkow Consulting. Finanzstarke und zumeist international tätige Investoren aus den USA, Großbritannien sowie Asien seien insbesondere an sehr großen Transaktionen interessiert, sagt EY-Partner Peter Lennartz. Das liege auch daran, dass Start-ups in Europa niedriger bewertet seien als im Silicon Valley und der Einstieg entsprechend günstiger.

Mit Blick auf einzelne Branchen floss das meiste Geld mit 1,6 Milliarden Euro an junge Mobilitätsanbieter, vor allem bedingt durch die beiden Mega-Finanzierungen für FlixMobility und GetYourGuide. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das fast einer Vervierfachung.

Fintechs und Software-Unternehmen belegten im Branchenranking mit 1,3 und 1,2 Milliarden Euro die Plätze zwei und drei. Das Fintech-Segment konnte dabei sein Finanzierungsvolumen fast verdoppeln (95 Prozent), die Zahl der Finanzierungsrunden stieg hier um rund ein Viertel auf 67.

Der Fokus der Investoren verändert sich

Die Start-up-Szene habe sich im vergangenen Jahr weiter ausdifferenziert, während sich der Fokus der Investoren zugleich verändert habe, beobachtet Lennartz. Die EY-Experten sehen ein steigendes Interesse gerade an hochinnovativen Technologie-Geschäftsmodellen. "SaaS (Software as a Service), Analytics und Künstliche Intelligenz sind groß im Kommen und profitieren aktuell von hohen Bewertungen", so Lennartz. E-Commerce trete etwas in den Hintergrund, bleibe aber ein starkes Segment. Im Bereich Fintech wiederum werde sich im laufenden Jahr aufgrund eines Überangebotes an Anbietern "vermutlich eine Konsolidierung ergeben."

14.01.2020 Quelle: Manager Magazin

 

 

„Der Markt für Private Equity-Investments bleibt weiterhin hochinteressant“  14.01.2020

 

Das Rekordjahr 2018 hat sich am Private Equity-Markt 2019 nicht wiederholt – aber Experten erwarten für 2020 substanzielle Investitionen. Denn die Branche sitzt auf mehr als 1,5 Billionen US-Dollar an nicht-investiertem Kapital.

2018 war ein Rekordjahr für die Private Equity-Branche. Laut Bloomberg belief sich das weltweite Volumen von Private-Equity-Transaktionen auf knapp 495 Milliarden US-Dollar. 2019 hat sich dieser Trend etwas abgeschwächt – aber die Zahlen sind weiterhin auf einem sehr hohen Niveau: Bloomberg kommt für das abgelaufene Jahr auf ein Gesamtvolumen von 450 Milliarden US-Dollar. Dazu kommt: Die Branche sitzt auf mehr als 1,5 Billionen US-Dollar an nicht-investiertem Kapital, sogenanntem Dry Powder, laut dem Analysehaus Preqin eine Rekordsumme. Und dem „European Private Equity Outlook 2019“ der Unternehmensberatung Roland Berger zufolge rechnet knapp ein Drittel der befragten Beteiligungsexperten in Zukunft mit einer weiter wachsenden Zahl an M&A-Transaktionen mit Private-Equity-Beteiligung.

 

„Die Menschen haben aktuell ein gutes Gefühl in Bezug auf die wirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten. Sie fühlen sich viel besser als noch vor einem Jahr", so Jason Thomas, weltweiter Forschungsleiter beim Private-Equity-Riesen Carlyle. Für ein sehr gutes Private Equity-Jahr sprechen laut einer Bloomberg-Analyse noch weitere Gründe: zum Beispiel die niedrigen Zinsen und die jahrelange schwache Performance von Hedgefonds. Dies habe die Anleger auf der Suche nach höheren Renditen zu Private Equity getrieben.

 

 Private Equity-Fonds seit langem renditestärkste Anlageklasse

 

Hinzu kommen die sehr guten Ergebnisse der Vorjahre. Spitzenfonds erzielten Renditen von über 20 Prozent pro Jahr. „Die Überrendite von Private-Equity-Anteilen gegenüber Aktien lag in der Vergangenheit bei rund fünf Prozent. Zudem ist die Rendite nicht direkt an den Aktienmarkt gebunden, der ja häufig durch psychologische Faktoren getrieben wird. Bei Private Equity hängt die Rendite insbesondere vom Erfolg des Unternehmens ab. Sehr wichtig dabei ist der Diversifikationseffekt, der durch die Hinzunahme einer weiteren Anlageklasse die Volatilität in einem Portfolio, dass zuvor nur aus Aktien bestand, sinken lässt“, sagt Moritz von Rhein, der beim digitalen Vermögensverwalter LIQID für Private Equity verantwortlich ist. Dazu kommt: Private Equity war laut unterschiedlichen wissenschaftlichen Studien in den vergangenen drei Jahrzehnten die renditestärkste Anlageklasse. Zwischen 1984 und 2008 übertraf Private Equity den amerikanischen Aktienindex S&P 500 im Durchschnitt um drei Prozent pro Jahr.

 

„Investoren rechnen in den kommenden Jahren mit ähnlichen Erträgen“, ergänzt von Rhein. So erwartet HQ Trust, das Multi Family Office der Familie Harald Quandt, eine Rendite von drei bis fünf Prozent über dem Aktienmarkt-Durchschnitt. Und zwar nach Kosten“, so der LIQID-Experte. LIQID bietet breit gestreute Investments in Top-Private-Equity-Fonds bereits ab 200.000 Euro an. LIQID kooperiert dabei eng mit HQ Trust und arbeitet mit einigen der bekanntesten Private Equity-Fondsanbietern der Welt zusammen. Im Fonds-Universum des Vermögensverwalters finden sich Partner wie The Carlyle Group, EQT, Permira und Cinven, die regelmäßig auch an sehr prominenten Transaktionen beteiligt sind und kontinuierlich überdurchschnittliche Ergebnisse aufweisen. Normalerweise sind diese Fonds nur für Anleger zugänglich, die mehrere Millionen Euro investieren.

 

 Manager suchen gezielte Spezialisierungen in Nischen

 

Der „2020 Global Private Equity Outlook“ der Wirtschaftskanzlei Dechert und der Plattform Mergermarket stellt heraus, dass Private-Equity-Manager neue Strategien entwickeln, unter anderem durch eine gezielte Spezialisierung: Sie suchen sich demzufolge Marktsegmente mit vergleichsweise weniger Wettbewerb, um dort anzulegen. Rund die Hälfte der Investoren haben der Umfrage zufolge ihre Wachstumsbeteiligungen ausgebaut und ziehen Partnerschaften mit strategischen Käufern in Betracht.

 

„Diversifizierte Private-Equity-Beteiligungen bieten gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine der wenigen Anlagemöglichkeiten mit einem attraktiven Chance-Risiko-Profil. Für Anleger, die bereits in Aktien, Anleihen und Immobilien investiert sind, bietet Private Equity eine interessante Ergänzung für Ihr Portfolio“, sagt Moritz von Rhein.

 

Quelle: Patrick Peters von Asset Allocation & Investment Strategien   14.01.2020